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Neues Jahr, neue Herausforderungen: so zumindest könnte man unsere wöchentlichen Brotbackversuche an den Sonntagen beschreiben. Wir füttern immer noch täglich unseren Sauerteigstarter, den wir aus Cornwall mit heim gebracht haben. Und natürlich wollen wir damit dann auch leckere Sachen backen, wenn er schon täglich Aufmerksamkeit bekommt. Immer nur Brötchen wird irgendwann langweilig. Deshalb sind wir jetzt zu Brotexperimenten über gegangen. Nach zwei weniger erfolgreichen Backgängen waren wir diesen Sonntag erfolgreich. Manchmal braucht gut Ding eben etwas Beharrlichkeit… 

on the menu: Sauerteigbrot aus dem Dutch Oven

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Zutaten

  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 200 g Sauerteigstarter Weizen
  • 18 g Maldon Seasalt
  • 200 g Roggenmehl
  • 500 g Weizenmehl (Typ 550)
  • gusseiserner Topf (Durchmesser 24 cm)

Zubereitung

Für den Sauerteigstarter schaut ihr bitte hier, wie wir ihn gemacht haben. Um auf die 200 g Menge zu kommen, solltet ihr 1 Woche lang täglich gehäufte 2 TL Mehl und die entsprechende Menge Wasser füttern. Wenn ihr keinen Weizenmehlstarter haben wollt, könnt ihr jederzeit auch anderes Mehl verwenden. Es geht immer mit gleicher Menge Mehl auf gleiche Menge Wasser los und dann braucht ihr einfach Geduld.

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Für das Brot gebt ihr das Wasser in eine Schüssel und fügt den Starter und das Meersalz dazu. Dann verrührt ihr alles mit einem Schneebesen, bis sich der Starter aufgelöst hat. Die Hälfte des Mehl dazu geben und mit dem Schneebesen einrühren. Danach nehmt ihr einen Holzlöffel und hebt das restliche Mehl unter. Bis alles schön feucht ist und keine Klumpen zu sehen sind. Das dauert nicht länger als eine Minute. Duschhaube auf die Schüssel und für 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Mit dem Teig passiert in dieser Zeit noch nicht viel – sprich er bleibt unverändert.

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Nach den zwei Stunden gebt ihr den Teig auf eine gut gemehlte Arbeitsfläche und faltet ihn immer wieder von außen nach innen. Dreht ihn jeweils im Uhrzeigersinn und faltet ihn wieder nach innen. Das sorgt dafür, dass er Spannung bekommt.  In euren gusseisernen Topf platziert ihr ein Backpapier und darauf kommt dann der Brotteig. Die Seite, auf der ihr den Teig nach innen gefaltet habt, schaut nach oben. Deckel auf den Topf und für 4-5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Idealerweise habt ihr jetzt Zeit für euren Sonntagsspaziergang.

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Wenn die Gehzeit rum ist, heizt ihr euren Backofen auf 240° Umluft vor. Dann kommt der gusseiserne Topf mit dem Deckel drauf und dem Brot drin für 35 Minuten in den Herd zum Backen. Anschließend nehmt ihr den Deckel ab, dreht die Temperatur auf 200 – 210° Umluft runter – je nach Herd und lasst das Brot für weitere 20-25 min. ohne Topfdeckel backen. Das Brot bekommt eine schöne dunkle Farbe und ihr riecht es auch, wenn des gut ist. Wenn ihr euch unsicher seid, holt es raus und klopft auf den Boden. Klingt er hohl, ist das Brot fertig. Lasst das Brot auf einem Gitter auskühlen – schön luftig, damit es nicht schwitzt. Wir backen unseres in ein ordentlich stabiles Tuch ein, damit es langsam auskühlt aber nicht austrocknet. Dann habt ihr für das Abendessen ein herrlich frisches Brot…

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Fazit: MEGALECKER. Wir sind so stolz, dass das Brot dieses Mal geworden ist. Es schmeckt wie vom Bäcker, nur das wir ganz genau wissen, was drin ist. Nämlich kein Zucker und keine Geschmacksverstärker, sondern viel Geduld und nur 5 Zutaten 🙂

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