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one pot wonder

06
Feb

Wir haben auf Facebook bei ze.tt in tollen Bildern gesehen, dass San Sebastian neben Breslau Kulturhauptstadt 2016 ist. Warum zwei Städte sich das Privileg teilen ist uns nicht ganz klar, weil es allein für das baskische San Sebastian reichen würde ;-) Anyway, die Bilder bringen uns gleich wundervolles Kopfkino, weil sie uns an einen sehr schönen Urlaub im April vergangenen Jahres erinnern. Wer Bilder gucken mag, klicke sich bitte durch das Archiv. Mit so viel Kopfkino musste ein Rezept her, dass uns direkt ins Baskenland zurück bringt: Hühnchen Piperade. Es stammt übrigens noch aus der Zeit vor unserer neuen Küche, wer also mit eingeschränkten Koch- und Abwaschkapazitäten zu kämpfen hat, dem wird dieses Essen genauso gut gefallen wir uns damals :-)

on the menu: chicken piperade

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Hintergrundwissen zum Angeben: Piperade ist ein typisch baskisches Gericht. Piper ist das baskische Wort für Gemüsepaprika. In der ursprünglichen Variante werden Zwiebeln, grüne Paprika und sautierte Tomaten mit rotem Piment d’Espelette gewürzt. Die drei Farben weiß, grün und rot stehen dabei für die Farben des baskischen Flagge. Wer einmal im Baskenland ist, wird schnell merken, wir groß Nationalstolz dort geschrieben wird ;-)

Zutaten

  • 2 Hühnchenschenkel
  • Olivenöl
  • 60 g Chorizo
  • 1 gr. Zwiebel
  • 1 gr. Knobizehe
  • 2 rote Spitzpaprika
  • 1 getrocknete Ancho Chili (aus dem französischen Supermarkt im Baskenland)
  • 1/2 rote Chili
  • 1/2 Hokaido-Kürbis
  • 2 gr. Möhren
  • 1 Gl. (350 g) Kichererbsen samt Wasser
  • 3 große Pellkartoffeln vom Vortag
  • 1 TL Senf
  • Salz & Pfeffer
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 TL Tomatenmark

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star of the dish: rote Paprika
(hier die geröstet und getrocknete Variante aus dem französischen Supermarkt)

Zubereitung

Zur Vorbereitung wird erst mal alles geschnippelt: der Spitzpaprika, die getrocknete und frische Chili, die Chorizo, der Kürbis, die Möhren, die Zwiebel und der Knobi. Dann nehmt ihr euch einen gußeiseren Topf (unserer stammt von LeCreuset) und bratet zuerst die Hühnchenschenkel in etwas Olivenöl an. Dann nehmt ihr sie noch mal raus und legt sie zur Seite. Nun kommt die Chorizo in den Topf und wird scharf angebraten. Ihr braucht jetzt kein Extra-Öl mehr, weil die Chorizo genug abgibt. Zwiebeln und Knobi wandern in den Topf. Nach und nach gebt ihr jetzt die Spitzpaprika, Chili, Kürbis und Möhren dazu. Lasst alles ordentlich anbruzeln und Farbe kriegen. Dann löscht ihr mit den Kichererbsen samt Wasser ab. Gebt ruhig noch etwas extra Wasser zu, so dass die Zutaten fast bedeckt sind.

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Die gewürfelten Pellkartoffeln dürfen jetzt auch rein. Sie sind für die Sämigkeit unseres one-pot-wonders zuständig, aber absolut kein Muss. Wir hatten sie nur noch übrig und wollten sie nicht umkommen lassen. Nach und nach noch alle oben angegebenen Gewürze zugeben, abschmecken. Tipp: Wer nicht gerade im Lotto gewonnen hat, braucht wirklich nicht das preisintensive Piment d’Espelette zu verwenden. Normales Paprikapulver oder geräuchertes – beides wesentlich günstiger in der Anschaffung – tun es auch. Kostet noch mal, ob ihr genug gewürzt habt, dann dreht ihr die Hitze auf niedrigste Stufe runter und lasst das Ganze ordentlich köcheln und schaut nebenbei einen Film. Wir haben schon am Vorabend alles fertig gemacht und am Morgen die langsam-köcheln-Prozedur weitergeführt. So zieht alles ordentlich durch.

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Fazit: Ein wundervoll wärmendes Essen, dass uns gedanklich sofort ins Baskenland gebracht hat. We are getting ready for holidays again…

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