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Kurzentschlossen sind wir am Wochenende Richtung Kassel aufgebrochen, um Gundi und ihre Familie im bald bezugsfertigen Haus zu besuchen. Ein herrlich großer Garten ist am Haus mit dran. Und nebenan bei Nachbars gab es Pferde. Daher sind wohl die Idealbedingungen für unseren allerersten Riesenbovist-Fund gegeben. Wir sind immer noch mega stolz und total aus dem Häuschen ob der schieren Größe eines einzigen Pilzes. Hammer!!! Auf jeden Fall hat er uns ordentlich satt gemacht. Und das nicht nur zu einer Mahlzeit ;-)

on the menu: Riesenbovist-Gulasch mit Pasta und Bovist-Fingers

Bovist-08

Zutaten

(für 2 Personen)

Bovist Gulasch

  • Olivenöl
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knobizehe
  • 1 TL Honigsenf
  • 1 Schluck Madeira
  • 200 g Riesenbovist
  • 2 Zweige Fenchelgrün
  • Salz & Pfeffer
  • 1 gr. EL Ziegenfrischkäse
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • frischer Schnittlauch
  • 1 kleine Packung Nudeln

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star of the dish: Riesenbovist
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Bovist Fingers

  • 1 Ei
  • Salz & Pfeffer
  • Semmelbröseln
  • 2 Salbeiblätter
  • 1 dicke Scheibe vom Bovist
  • Olivenöl zum Ausbacken

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Der Fundort :-)
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…und die glückliche Finderin :-)

Zubereitung

Zuerst das Wasser für die Nudeln aufsetzen. Dann geht es los mit dem Gulasch (also der Soße zur Pasta). Dafür wandern zwei kleingehackte Frühlingszwiebel in eine Pfanne, in der ihr schon Olivenöl erhitzt habt. Dazu kommt noch eine Knobizehe und der Senf. Alles ordentlich anschwitzen. Mit einem Schluck Madeira ablöschen. Dann wandert der in ca. 1 cm große Würfel geschnittene Bovist dazu.

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Mellie meinte übrigens in dem Moment des Anschneidens des Bovist: “Der sieht ja aus wie ein Riesenmozzarella.” ;-) Was uns überrascht hat, ist das der Bovist gar nicht viel Wasser verliert, wenn er erhitzt wird. Also einfach mit schmoren. Dann noch salzen und Pfeffern. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und diese einreduzieren lassen. Ganz zum Schluss kommt der Ziegenfrischkäse drunter. Sobald ihr die Nudeln fertig gekocht habt, einfach mit dem Bovist-Gulasch vermengen. Zum Schluss noch frischen Schnittlauch drüber streuen.

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Wir mussten uns nach unserem Ersti-Fund erst mal schlau machen im Netz, was wir mit dem Monsterpilz anstellen können. Viele sagten, einfach panieren und wie ein Schnitzel anbraten. Wir haben das ganze etwa in Fischstäbchengröße gemacht, als Topping für unser Pastagericht. Dafür einfach die Pilzstücke erst in Ei (mit Salz und Pfeffer gewürzt) und danach in Semmelbröseln (mit 2 kleingeschnittenen Salbeiblättern gewürzt) wälzen. Anschließend in Olivenöl ausbacken. Auf die Pasta legen und futtern :-) Mehr Pilz ging echt nicht im Gericht…

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Fazit: Irre, wirklich überraschend! Wir wissen jetzt, warum viele vom Riesenbovist als leckerem Speisepilz schwärmen. Die Gulasch-Variante mit dem Ziegenkäse war sehr lecker. Für einen sehr sonnigen Tag, wie wir ihn heute im Garten hatten, aber schon fast ein wenig zu mächtig. Die Fingers (oder Mini-Schnitzel) hingegen waren noch einmal ein ganz anderes Erlebnis. Wenn ihr reinbeißt, fühlt sich die Füllung wie Samt an. Absolut überraschend, aber toll! Der Bovist hat wenig Eigengeschmack. Also nicht mit Gewürzen sparen. Experimentiert ruhig. Aber riechen tut er himmlich ;-)

Zitat: “The texture of the Giant Puffball is rather similar to tofu, but I am pleased to report that the flavour is much, much better. (‘Tofu’ means ‘rotten beans’, which really says it all as far as I am concerned.)” John Wright in River Cottage Handbook No. 1 “Mushrooms”, page 121 :-)

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