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Put the kettle on, let’s have a cuppa. Wir sind definitiv Teetrinker! Ob im Sommer oder im Winter, eine heiße Tasse Tee macht uns sehr glücklich. Unser Wochenende beginnt Samstag früh auf dem Sofa mit einer Tasse schwarzem Tee mit Milch, frischgebackenen Brötchen mit selbstgemachter Marmi und einer Kochsendung im TV. Happy days! Da stellt sich dem Forager doch die Frage, können wir den Tee nicht auch selber sammeln? In unserer Facebook Timeline ist ein schöner Artikel aufgepoppt zum Thema: Teetrinken in UK während des Zweiten Weltkrieges. Darin wird beschrieben, wie der fermentierte Tee aus Brombeerblättern als Ersatz für Schwarzen Tee getrunken wurde. Das hat uns Neugierdsnasen gleich mal zum Selbstversuch veranlasst. Also das Fermentieren haben wir uns nicht getraut, aber wir haben die reine Kräuterteevariante getestet ;-)    

on the menu: Tee aus Brombeerblättern

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Zutaten

  • frisch gesammelte junge Brombeerblätter
  • 1,5 l heißes Wasser
  • optional: Honig

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wild find star of the dish: Brombeerblätter (bramle leaves, folia rubi fructicosi)
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Erklärbär Hintergrund: Wer Selbstversuche startet, sollte vorher immer ein wenig Frau Google befragen. Zum Thema Brombeerblättertee haben wir ganz spannende Dinge herausgefunden :-) Nicht nur die Briten haben während des Krieges auf den Brombeerblättertee zurückgegriffen. Friedrich Kraushaar hat – wohlgemerkt nach seinen Auslandstätigkeiten in England – während beider Weltkriege den Brombeerblättertee auch als Kaffeeersatz in Deutschland in den Handel gebracht. Aber lange davor gehörte er in Europa und dem Orient zu den bewährten Heilmitteln. Die Römer kauten während ihrer Feldzüge zum Beispiel die Brombeerblätter zur Stärkung des Zahnfleisches. Warum? Was steckt dahinter? Gerbstoffe, Pflanzensäure und Flavonoide helfen bei der Wundheilung – sprich bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenbereich, aber auch bei Durchfall, Fieber, Sodbrennen also Magenschmerzen, Blasenentzündungen oder Schwangerschaftsübelkeit. Er soll auch das Hautbild verbessern und dazu führen, dass Wunden schneller heilen. Brombeerblättertee ist einer der wenigen medizinisch wirksamen Tees, die – ähnlich wie die Pfefferminze – als leckerer Haustee täglich getrunken werden können :-) Ein Wunderkind direkt für unserer Haustür!!!

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Zubereitung

Ernsthaft? Ihr wisst doch, wie Tee gekocht wird ;-) Wir haben die jungen Blätter kurz gewaschen. Dann eine ordentliche Hand voll in eine 1,5 l Kanne geworfen. Mit heißem Wasser überbrühen und dann 5 min. ziehen lassen. Jetzt die Blätter raus nehmen. Wer möchte, kann etwas Honig hinzufügen, es geht aber auch ohne extra Süße. Der Tee riecht nicht sonderlich intensiv, wie z. B. bei Pfefferminze, aber er hat eine tolle hellgrüne Farbe und schmeckt lecker :-)

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Wir haben unseren Selbstversuch im Garten gleich noch ausgeweitet. Als ein Ergebnis der Tipps der letzten Kräuterwanderung sind wir mutig geworden. Im Garten sind neben den Brombeerblättern noch die jungen Blätter von Walderdbeeren, schwarzen Johannisbeeren, zwei Stängel Pfefferminze, 4 Blätter Zitronenverbene, Apfelblüten und 10 Löwenzahnblüten mit rein gewandert. Diese Teemischung war tatsächlich noch etwas süßlicher. Wir werden weiter experimentieren und keinen gekauften Tee mehr in den Garten tragen. Frische Frühlingssachen schmecken einfach am leckersten! PS: Wer jetzt tatsächlich schon an Weihnachten denkt, könnte die aufgezählten Sachen einfach trocknen für eine schöne Teemischung als Geschenk…

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Fazit: Reiner Brombeerblättertee schmeckt lecker. Wer sich traut, sollte aber ruhig noch bissel experimentieren mit anderen Blättern und Blüten :-) Also wir sind angefixt und haben schon mit dem Trocknen angefangen…

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